Hoffmann von Fallersleben

Der Dichter August Heinrich Hoffmann, besser bekannt als Hoffmann von Fallersleben schrieb die Zeilen unserer heutigen Nationalhymne. Er ist am 2. April 1798 in Fallersleben geboren und am 19. Januar 1874 in Corvey gestorben. Er war Hochschullehrer für Germanistik, Dichter und Sammler/Herausgeber alter Schriften auf unterschiedlichen Sprachen.

Bekannt ist er auch für das Verfassen von noch immer populären Kinderliedern wie “Winter adé”, “Ein Männlein steht im Walde” oder “Alle Vögel sind schon da”. Ebenfalls berühmt sind die Lieder “Summ, summ summ (Bienchen summ herum), “Wer hat die schönsten Schäfchen”, “Der Kuckuck und der Esel”, “Kuckuck, kuckuck (rufts aus dem Wald), “Morgen kommt der Weihnachtsmann” oder auch “Abend wird es wieder”. Dazu schrieb er aber hunderte weitere Gedichte und Lieder für Kinder, von denen viele heute nicht mehr bekannt sind. Die seit 1922 bestehende deutsche Nationalhymne ist die dritte Strophe seines ursprünglich gedichteten Werkes “Lied der Deutschen”.
Im Schloss Fallersleben in Wolfsburg gibt es Hoffmann-von-Fallersleben Museum, sein Geburtshaus ist heute ein Hotel-Restaurant im Besitz der Stadt Wolfsburg, vor dessen Tür eine Steinbüste von ihm steht.

 

Fallersleben-Denkmal auf Helgoland

Fallersleben-Denkmal auf Helgoland

Fallersleben begann im Jahr 1816 sein Studium der Theologie in Göttingen. Da sein Name sehr häufig war, ergänzte er von nunan seinen Namen mit dem Zusatz “von Fallersleben”. 1817 wechselte er seine Studienfächer und entschied sich für Philologie und Archäologie. 1818, nach seiner Begegnung mit Jakob Grimm fällte er die Entscheidung, sich von nun an dem Studium der deutschen Sprache und Literatur zu widmen. 1819 zog er zusammen mit seinem Lehrer nach Bonn und arbeitet dort als Bilbiotheksassistent. Nach einer Reise nach Holland wurde der Grundstein gesetzt für ein Interesse, das er sein Leben lang behalten sollte, nämlich altniederländische und altflämische Dichtung. 1823 wurde Hoffmann von Fallersleben Kustos an der Universitätsbibliothek in Breslau und arbeitete ab 1830 dort als Professor für deutsche Sprache und Literatur. Zunächst arbeitete er als außerordentlicher Professor, erst fünf Jahre später wurde er zum ordentlichen Professor ernannt. Seinen ersten großen Erfolg hatte Fallersleben 1840 mit dem Band “Unpolitische Lieder”, das sich kritisch mit der Lage in Deutschland befasste. Das bekannte “Lied der Deutschen” schrieb er 1841 auf Helgoland und unterlegte es mit der Melodie der Kaiserhymne von Joseph Haydn. Aufgrund seiner “staatgefährenden” Schriften bzgl. Deutschland wurde Fallersleben 1842 aus dem Lehreramt entlassen. Daraufhin reiste er sechs Jahre umher, nicht überall war er noch gern gesehen. Er veröffentlichte in dieser Zeit und in den Jahren danach viele Kinderlieder und deutsche Lieder sowie Schriften wie das “Weimarische Jahrbuch für deutsche Sprache, Literatur und Kunst“. Später, im Jahre 1860 war Fallersleben verantwortlich für eine Schlossbibliothek in Corvey, wo er 1874 auch starb.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *