Joseph Haydn

Der Komponist Joseph Haydn wurde am 31.03.1732 im Ort Rohrau in Niederösterreich geboren. Gelebt hat er bis zum 31.05.1809. Er wuchs auf als Sohn eines Bauern und Wageners, der ebenfalls Musik liebte. Mit sechs Jahren wurde Haydn Chorknabe und mit elf Jahren Kapellsänger in dem Stephansdom in Wien.

Er hatte ingesamt elf Geschwister und sein Bruder Michael wurde ebenfalls ein bedeutender Komponist und Musiker, sein Bruder Johan Evangelist war ein bekannter Tenor. Besonders bekannt ist Joseph Haydn in Deutschland dafür, dass er unsere Nationalhymne komponierte. Dabei handelt es sich um die dritte Stophe seines Liedes “Gott, erhalte Franz den Kaiser”, das er einst im Jahr 1797 für den deutschen Kaiser Franz II kreierte.

Gemälde Joseph Haydns

Gemälde Joseph Haydns

Haydn lebte einen Großteil seiner musikalischen Laufbahn auf dem Hof einer reichen ungarischen Familie namens Esterházy, wo er als Hofmusiker arbeitete. Dabei leitete er deren Orchester und Oper. Er konnte sich dort ausleben und die Familienoberhäupte ließen ihm den künsterlischen Freiraum, den er benötigte. Im Jahr 1760 heiratete Haydn die Tochter des örtlichen Perückenmachers, Anna Maria Keller. Die Ehe verlief allerdings nicht glücklich und blieb kinderlos. Spekuliert wird, dass Haydn aber der Vater von Anton Polzelli ist, dem Sohn von Luigia Polzelli, die in dem ungarischen Familienunternehmen sang und mit der er eine lange Affaire gehabt haben soll.
Haydn arbeitete fast dreißig Jahre auf dem Hof der Familie und komponierte in dieser Zeit viel, sodass er auch in der Außenwelt bekannter wurde. Er veröffentlichte zum Beispiel in dieser Zeit die “Pariser Sinfonien” (1785) und “Sieben letzte Worte unseres Erlösers am Kreuze” (1786).
Haydn war eng mit Wolfgang Amadeus Mozart befreundet, dessen Werke ihn teilweise stark beeinflussten. Sie spielten gern in Streichquartetten zusammen, wobei Haydn stärker war im Komponieren von Streichquartetten, Mozart dagegen in Opern- und Konzertkompositionen. Sie versuchten gegenseitig, mit dem Können des anderen mithalten zu können, was beide zu beeindruckenden Werken inspirierte.
Im Jahre 1790 starb das Familienoerhaupt der Esterházys und sein Nachfolger schaffte die gesamte Hofmusik ab. Haydn arbeitete von da an selbstständig und nahm ein Angebot von Johan Peter Salomon an, für den er nach England ging und dort seine Sinfonien in einem großen Orchester aufführte. 1792 lernte Haydn Ludwig van Beethoven kennen, der daraufhin Meisterschüler von Haydn wurde.
Im Jahr 1802 wurde Haydn von einer Krankheit heimgesucht, die es ihm seither unmöglich machte zu komponieren und aufzutreten. 1809 verstarb er dann an allgemeiner Entkräftung.
Haydn wird noch heute als “Vater” der klassischen Sinfonien und des Streichquartetts betrachtet. Auch beim Schreiben von Klaviersonaten und Klaviertrios ist sein Einfluss vorherrschend.
Bekannte Werke von Haydn sind unter anderem die “Sinfonie Nr. 94” (Sinfonie mit dem Paukenschlag), die “Sinfonie Nr. 48” (Maria Theresia) und die “Sinfonie Nr. 100” (Militärssinfonie).

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